An diesem Wochenende stand die zweite Wanderung in diesem Jahr mit den Jungs von der DLRG an – nur diesmal ohne mich. Ich hatte mich bei der letzten Fahrradtour Ende Oktober mit meinem noch nicht ganz ausgeheilten Knie übernommen. Die Quittung kam prompt, und so musste ich schweren Herzens absagen.
Ganz ohne dabei zu sein, wollte ich aber auch nicht. Also kam mir die Idee: Ich überrasche die Jungs am Lagerplatz – mit einem warmen Lagerfeuer, einer kräftigen Suppe aus dem Feuerkessel und einem kühlen Ankommenbier.
Am Vorabend schrieb ich noch in den Wanderchat, dass ich diesmal leider passen müsse, und wünschte viel Spaß. Mein Wohnmobil war da schon gepackt: Dreibein, Feuerkessel, Holz, Zutaten und natürlich das Bier.
Am nächsten Morgen fuhr ich nach dem Frühstück Richtung Osterode am Harz. Gegen 13 Uhr wollte ich vor Ort sein, um alles vorzubereiten. Der Platz lag traumhaft – mitten in der Natur, von Bergen umgeben, mit einem Bach in der Nähe, dessen Rauschen man leise hören konnte. Es gab sogar Strom, auch wenn man den für eine Nacht eigentlich nicht gebraucht hätte.

Ich baute das WoMo auf, zog die Markise aus, stellte Tisch und Stuhl bereit und machte mich ans Werk. Das Gulasch musste noch geschnitten und angebraten werden, dann kamen die restlichen Zutaten und der Rinderfond dazu. Der Eintopf köchelte am Feuer – fast drei Stunden lang.

Als die Jungs schließlich ankamen, staunten sie nicht schlecht: Lagerfeuer brannte, Suppe duftete, Bier war kalt. Mission erfüllt. Wir aßen, lachten und saßen noch lange am Feuer, bis gegen 22 Uhr die Müdigkeit siegte und jeder sein Nachtlager vorbereitete.
Ich hatte es bequem im vorgeheizten Wohnmobil. Arne schlief unter meiner Markise, Marco direkt am Feuer, Daniel und Leon unter einem Tarp. Nur Niko fiel etwas aus der Reihe – er hatte tatsächlich sein 2,8 kg-Zelt mitgeschleppt. „Man muss eben Prioritäten setzen“, meinte er nur trocken.
Für den nächsten Morgen war 7:45 Uhr Wecken geplant, aber der Nebel und die feuchte Kälte trieben alle schon früher aus den Schlafsäcken. Ich machte Kaffee, Rührei und goldbraunen Toast – das perfekte Wanderfrühstück.

Nach einem letzten Gruppenfoto verabschiedeten sie sich und verschwanden im Nebel.

Ich packte zusammen und fuhr heim. Auch wenn ich diesmal nicht mitgewandert bin, war ich doch mittendrin. Beim nächsten Mal bin ich wieder richtig dabei – und dann ohne Wohnmobil.
🚐: Green Camping Harz Hideaway, An d. Mühlwiese 6, 37520 Osterode am Harz, Toiletten, Duschen, Kiosk, Sauna, W-LAN, Ver- und Entsorgung
💶: pro Person, pro Nacht Gruppenplatz 12,- €

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