Vom 30. April bis zum 3. Mai 2026 fand das jährliche Nord Nuggettreffen & Friends statt. In diesem Jahr führte uns das Treffen an die Ostsee, genauer gesagt auf den Campingplatz Gut Ludwigsburg bei Waabs in der Eckernförder Bucht.

Angemeldet waren über 100 Fahrzeuge mit rund 180 Teilnehmern. Eine beachtliche Zahl – und man merkt deutlich: Das Treffen wächst von Jahr zu Jahr.

Auch wenn wir inzwischen keinen Ford Nugget mehr fahren, sind wir mittlerweile zum zweiten Mal als „Friends“ dabei. Und genau das macht den Reiz aus: Man trifft bekannte Gesichter wieder, lernt neue Leute kennen und sieht, mit wie viel Liebe, Hingabe und manchmal auch beeindruckender Detailverliebtheit viele das Thema Ford Nugget leben.


Anreise an die Eckernförder Bucht

Im Vergleich zum Vorjahr, als das Treffen in Waren an der Müritz stattfand, war die Anfahrt dieses Mal ein gutes Stück länger. Da wir uns den Donnerstag vor dem 1. Mai freinehmen konnten, wollten wir die zusätzliche Zeit auch nutzen.

Der Tag begann früh. Saskia hatte noch einen Arzttermin, während ich unser Wohnmobil startklar machte. Zuerst ging es zur Ver- und Entsorgung an unserer Homebase in Magdeburg, danach zum Tanken und noch ein wenig zur Wagenpflege.

Ver- und Entsorgung in Magdeburg Schleienufer

Zum Schluss wurde die leere Gasflasche gegen eine volle getauscht. Dabei habe ich gleich auf eine Alu-Flasche gewechselt – Gewicht sparen, wo es geht. Leider gibt es auf Pfand keine Zinsen, sonst wäre das fast eine Wertanlage gewesen.

Nachdem alles erledigt war, wurden nur noch die Fahrräder verladen. Den Rest hatten wir bereits am Vortag gepackt.

Erstaunlicherweise kamen wir auf der Autobahn und auch am Elbtunnel bei Hamburg gut durch. So konnten wir die vom Navi berechnete Fahrzeit von etwa viereinhalb Stunden tatsächlich einhalten. Am Campingplatz waren wir sogar etwas zu früh, denn die Rezeption hatte noch geschlossen. Also gab es erst einmal einen kleinen Imbiss am Restaurant des Campingplatzes.

Anschließend nutzten wir die Zeit für einen ersten Rundgang über den Platz.


Ankommen auf dem Campingplatz Gut Ludwigsburg

Um 14:30 Uhr öffnete sich die Kette am Eingang. Saskia übernahm die Anmeldung, ich fuhr das Wohnmobil auf den Platz. Die Anmeldung lief unkompliziert, und der Bereich für das Nuggettreffen war hervorragend ausgeschildert.

Dort wartete bereits ein kleines Willkommenskomitee. Für alle Teilnehmer gab es Parkkarten, eine kurze Einweisung und ein kleines Geschenk. Olaf vom Orga-Team zeigte uns unseren Stellplatz.

Unser Stellplatz

Später schauten wir in den blauen Beutel mit dem Logo des Treffens. Darin befanden sich ein selbstgebasteltes Windlicht, ein kleines Glückswürmchen, ein Kugelschreiber mit dem Namenszug zum Treffen und zwei Armbänder, die in der Dunkelheit leuchteten. Das war wirklich nett gemacht. Man merkte sofort, dass sich das Orga-Team Gedanken gemacht hatte.

Unser Stellplatz war aus unserer Sicht mehr als ausreichend groß. Das haben wir auf anderen Treffen auch schon anders erlebt. Strom angeschlossen, Markise raus, Tisch und Stühle aufgestellt – fertig war unsere kleine Base.

Kurz danach kamen auch unsere Freunde aus Wolmirstedt von @campingvan_abenteuer an. Wir hatten bei der Anmeldung angegeben, dass wir gerne zusammenstehen würden, und das wurde auch berücksichtigt.


Erste Runde über das Treffen

Nachdem alles aufgebaut war, machten wir erst einmal eine Begrüßungsrunde. Viele Teilnehmer waren, wie wir, schon am Donnerstag angereist. Dabei trafen wir einige bekannte Gesichter, aber auch viele neue Leute.

Genau das ist für uns einer der schönen Punkte an solchen Treffen: Man kommt schnell ins Gespräch, schaut sich gegenseitig die Fahrzeuge an, tauscht Ideen aus und entdeckt immer wieder kleine Lösungen, auf die man selbst nie gekommen wäre.

Zurück am Stellplatz gab es das erste richtige Ankommensbier.

Ankommenbier

Danach wurde der Grill vorbereitet. Wie so oft hatten wir natürlich wieder viel zu viel eingekauft. Das Auge war größer als der Magen – ein Klassiker.

Der Grill ist an

Nach dem Grillen ging es zum Gemeinschaftslagerfeuer. Der Campingplatzbetreiber hatte dafür extra einen Platz mit Feuerschale und Feuerholz zur Verfügung gestellt. Dafür an dieser Stelle ein klares Dankeschön.

Auf dem Platz stand auch schon das Nuggettreffen-Zelt. Allerdings merkt man inzwischen: Das Treffen wird größer, das Zelt aber nicht. Bei Regen hätte es vermutlich nicht mehr für alle gereicht. Aber so ist das eben. Nicht jeder kann so ein großes Zelt transportieren und das ganze Jahr einlagern.

Der erste Abend verlief ruhig und gemütlich. Es gab nette Gespräche am Lagerfeuer, auch wenn unserem Stellplatznachbarn Basti offenbar etwas Musik fehlte.

Mit dem letzten Becher Bier aus unserem mitgebrachten Fässchen ging es zurück zum Stellplatz und dann ins Bett. Der Tag hatte schließlich schon um 5:45 Uhr begonnen.


Freitag: Campingplatz, Ostsee und Friesentorte

Am Freitagmorgen wurde erst einmal ausgeschlafen. Nach einem späten Frühstück erkundeten wir den restlichen Campingplatz und gingen anschließend zum Strand.

Ostsee – Eckernförder Bucht

Wenn wir an der Ostsee sind, wird mindestens einmal gebadet. Fast immer jedenfalls. Das Wasser war sehr flach, und man musste schon eine ganze Weile laufen, bis man ungefähr bis zum Bauchnabel im Wasser stand. Bis dahin waren die Füße bereits ordentlich kalt.

Anbaden

Also kurz nass gemacht, untergetaucht, zwei oder drei Schwimmzüge – und schnell wieder raus. Das musste reichen. Zum Glück wurde das Ganze als Videobeweis festgehalten.

Die Ostsee hat einfach ihren eigenen Reiz. Die Luft, der Wind, das Wasser – das ist schon etwas anderes als Stadtluft.

Am Nachmittag machten wir einen kleinen Ausflug zum Nachbarcampingplatz. Dort gab es ein Strandrestaurant, und wir hatten Lust auf Kaffee, Kuchen und vielleicht einen kleinen Cocktail. Am Ende wurde es eine Friesentorte mit Zwetschgenfüllung und Sahne. Sehr lecker.

Lecker

Der Rückweg führte am Strand entlang. Natürlich wurde nach Bernstein gesucht. Alles, was wir fanden, entpuppte sich nach Prüfung mit der Schwarzlichtlampe allerdings nur als brauner Stein. Egal. Das ständige Bücken nach vermeintlichem Bernstein zählt immerhin auch als sportliche Bewegung.


Abendessen am Stellplatz

Am Freitagabend waren wir mit Kochen an der Reihe. Das hatten wir vorher so geplant.

Auf dem Grillplatz machten wir Pinsa mit Tomatensoße, Pilzen, Schinken, Mozzarella und Rucola – im Grunde eine Art andere Pizza. Einfach, schnell gemacht und richtig lecker. Es blieb nichts übrig, was meistens ein gutes Zeichen ist.

Abendessen – Pinsa

Den Rest des Abends verbrachten wir gemütlich an unserem Stellplatz. Tischfeuer, kalte Getränke und gute Gespräche – mehr braucht es manchmal nicht.

Abendstimmung

Fahrradtour nach Eckernförde

Für Samstag hatten wir eine Fahrradtour nach Eckernförde geplant. Die Fahrt entlang der Landstraße wollten wir zunächst vermeiden, auch wenn dort ein Radweg vorhanden war. Stattdessen versuchten wir eine Route am Rand der Bucht entlang.

Auf der Komoot-Karte sah das besser aus, als es später tatsächlich war.

Der erste Abschnitt ließ sich noch gut fahren. Danach wurde der Weg allerdings sehr sandig und führte teilweise direkt über den Strand. Später ging es an einer Rinderkoppel vorbei, wo an Radfahren ebenfalls kaum zu denken war. Aus der Fahrradtour wurde stellenweise eher eine Radwanderung.

Fahrradtour nach Eckernförde

Anschließend kamen wieder fahrbare Abschnitte, allerdings tauchten dort immer wieder Warnschilder wegen möglicher Küstenabbrüche auf. Im Nachhinein muss man ehrlich sagen: Das war etwas leichtsinnig. Aber keiner hatte Lust, die ganze Strecke wieder zurückzufahren.

Zum Glück landeten wir schließlich wieder auf einem normalen Weg. Dieser führte uns am Gut Hemmelmark vorbei. Das Gutshaus wirkte fast wie eine kleine Schlossanlage und war sehr gepflegt. Ein wirklich schöner Anblick.

Gut Hemmelmark

Der Rest der Strecke führte dann doch entlang der Landstraße. Es waren nur noch etwa drei Kilometer bis Eckernförde, und der Radweg war deutlich besser als erwartet. Ein paar Anstiege waren zwar dabei, aber immer noch besser als Schieben durch Sand.


Stadtbummel in Eckernförde

In Eckernförde schlossen wir die Fahrräder im Hafenbereich an und gingen zu Fuß weiter. In der Stadt trennten wir uns kurz, denn jeder erkundet eine Stadt auf seine eigene Art.

Eckernförde hat uns gut gefallen. Es gab viele Straßen mit unterschiedlichen Geschäften, eine gute Mischung aus bekannten Läden und kleineren, besonderen Geschäften.

Innenstadt Eckernförde

Für mich fiel eine Jacke ab, nach der ich in diesem Schnitt und Stoff schon länger gesucht hatte. Saskia fand einen hochwertigen Pullover, der als Restposten noch einmal reduziert war, sowie ein schönes Tuch.

Zum Mittag gab es Fisch. Wenn man schon an der Küste ist, gehört das irgendwie dazu.

Mittagessen

Die Raubritter der Lüfte standen auch schon parat.

Eine der vielen Möwen

Vor der Rückfahrt machten wir noch einmal Halt bei einem schönen Café direkt an der Hafenmauer. Kaffee, Blick aufs Wasser und ein bisschen Zeit zum Durchatmen – das passte gut.

Pause mit Meerblick

Zurück fuhren wir dann über den zuvor nicht favorisierten Radweg an der Landstraße. Und offen gesagt: Das war die bessere Entscheidung. Der Weg war gut fahrbar, auch wenn es ein paar Anstiege gab.


Samstagabend mit Tombola und Lagerfeuer

Zurück auf dem Campingplatz ging es erst einmal unter die Dusche. Vor dem Abendessen gab es noch eine Runde Tischtennis.

Für das Abendessen waren am Samstag Linda und Basti zuständig. Es gab ein Menü von HelloFresh. Praktisch daran: Alle Zutaten waren dabei, und es musste nichts extra eingekauft werden.

Lecker

Am letzten Abend standen die Tombola und das obligatorische Gruppenbild auf dem Programm. Da wir am Nachmittag unterwegs waren, hatten wir den Loskauf vorsorglich an Ole aus dem Orga-Team übertragen. Ole ist übrigens schon seit Kindertagen beim Nuggettreffen dabei.

Mit unseren Losen, leider auch ein paar Nieten, machten wir uns auf den Weg zum Gemeinschaftsplatz. Die Tombola startete etwas verspätet, war dafür aber sehr unterhaltsam.

Tombola

Zu gewinnen gab es alles Mögliche – von der Anstecknadel bis zum Feuerlöscher. Die Preise wurden von Teilnehmern, Zubehörhändlern und dem Campingplatz selbst gespendet. Besonders auffällig waren die Feuerlöscher, die teilweise bis zu 25 Kilogramm schwer waren. Also eher nichts für die Beifahrertür im Nugget.

Vom Campingplatz gab es außerdem einen Gutschein für ein Wochenende auf einem Stellplatz nach Wahl zu gewinnen.

Wir gewannen einen Nord Nuggettreffen & Friends Becher und ein Kartenspiel von Ford. Kein Gutschein, aber trotzdem schön. Besonders lustig war es, als Kinder ihre gewonnenen Feuerlöscher abholen mussten.

Nach der Tombola wurde noch ein wenig geschrottwichtelt. Einige Gewinne wechselten dabei direkt wieder den Besitzer.

Den restlichen Abend verbrachten wir bei guten Gesprächen am Lagerfeuer.


Abreise am Sonntag

Am Sonntag standen wir pünktlich auf, um nicht zu spät in Richtung Heimat zu starten. Nach dem Frühstück wurde der Rest verstaut: Stühle, Tisch und alles, was draußen noch aufgebaut war. Ich machte noch die Toilette sauber, danach halfen wir beim Abbau des Gemeinschaftszeltes.

Dann hieß es Abschied nehmen – von bekannten Gesichtern, neuen Bekanntschaften und bis zum nächsten Treffen, wer auch immer es organisieren wird.

Vor dem Verlassen des Campingplatzes nutzten wir noch die Gelegenheit, das Abwasser abzulassen. Danach ging es zurück nach Hause. Für die Rückfahrt brauchten wir fast fünf Stunden.

Heimfahrt mit viel Stau

Unser Fazit zum Nord Nuggettreffen & Friends 2026

Das Nord Nuggettreffen & Friends 2026 war für uns wieder ein schönes Wochenende. Der Campingplatz Gut Ludwigsburg hat uns gut gefallen, die Lage an der Eckernförder Bucht ist wirklich schön, und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite.

Man merkt aber auch: Die Treffen werden größer. Dadurch wird es schwieriger, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen und es jedem recht zu machen. Das ist keine Kritik, sondern eher eine normale Entwicklung, wenn eine Veranstaltung wächst.

Für uns bleibt das Treffen trotzdem eine schöne Gelegenheit, bekannte Menschen wiederzusehen, neue Kontakte zu knüpfen und ein Wochenende unter Gleichgesinnten zu verbringen.

Wenn wir wieder einmal in der Gegend sind, würden wir auf dem Campingplatz Gut Ludwigsburg sicher noch einmal Halt machen.

Das Nuggettreffen im kommenden Jahr werden wir grundsätzlich wieder einplanen – allerdings nur, wenn es nicht wieder ganz so weit entfernt stattfindet.


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