Dieses Wochenende führte uns unsere Tour nach Querfurt. Der Anlass war das Konzert „Project Pitchfork and Friends“ auf der Burg Querfurt. Darauf hatten wir uns schon lange gefreut, denn die Karten hatten wir direkt am Tag der Veröffentlichung bestellt.

Project Pitchfork hatte sich mit diesem Konzert einen eigenen Wunsch erfüllt: ein gemeinsamer Abend mit befreundeten Bands an einem besonderen Veranstaltungsort. Mit dabei waren Solar Fake, Rue Oberkampf und Vanguard aus Schweden.
Frühzeitige Anreise mit dem Wohnmobil
Da wir nicht einschätzen konnten, wie viele Konzertbesucher bereits frühzeitig anreisen würden, wollten wir mit unserem Wohnmobil lieber rechtzeitig vor Ort sein. Schließlich wollten wir noch einen vernünftigen Parkplatz finden.
Am Samstagmorgen ging es deshalb pünktlich um 9 Uhr los. Das Wetter spielte mit: angenehm warm, aber nicht zu heiß. Auch auf den Straßen war nicht besonders viel los. Nach knapp anderthalb Stunden erreichten wir Querfurt. Die Burg war bereits von Weitem zu erkennen, als wir über die B180 in Richtung Stadt fuhren.
Der von uns ursprünglich ausgesuchte Parkplatz direkt an der Burg war abgesperrt. Wie sich später herausstellte, wurde die Fläche für den Einlass und die anreisenden Pkw benötigt.
Zum Glück fanden wir direkt am Kreisverkehr vor der Burg einen weiteren Parkplatz. Dort standen bereits einige andere Wohnmobile. Für uns war das genau der richtige Platz, denn es gab ausreichend Raum und zumindest teilweise Schatten.
Am Nachmittag richtete die Stadt zusätzlich ein Parkleitsystem ein. Größere Fahrzeuge wurden auf den Parkplatz geleitet, auf dem auch wir standen. Die übrigen Besucher parkten auf einer Wiese in der Nähe der Burg. Die Organisation funktionierte aus unserer Sicht insgesamt gut.
Wir suchten uns einen Platz unter einem Baum und hofften, dass das Wohnmobil dort während des Tages nicht zu sehr aufheizen würde.

Ein Rundgang durch die Altstadt von Querfurt
Nachdem das Wohnmobil abgestellt und alles eingerichtet war, machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt.


Von der Altstadt waren wir positiv überrascht. Querfurt ist überschaubar, besitzt aber einige hübsche Straßen und historische Gebäude.
Zur ersten Abkühlung gab es eine Kugel Eis. Anschließend fand meine Frau beim Einkaufsbummel tatsächlich noch etwas Passendes zum Anziehen für den Konzertabend.
Zum Mittagessen suchten wir uns einen italienischen Biergarten. Da wir zu den ersten Gästen gehörten, konnten wir unseren Platz noch frei auswählen. Nach und nach füllte sich das Lokal jedoch deutlich.

Bei einem kalten Getränk und einer ordentlichen Portion Nudeln ließen wir es uns gut gehen. Danach führte uns der Weg entlang der alten Stadtmauer zurück zum Wohnmobil.

Auf dem Parkplatz lernten wir ein Paar aus Chemnitz kennen. Aus einem kurzen Gespräch wurde schnell ein längeres Schwätzchen. Genau solche Begegnungen machen das Reisen mit dem Wohnmobil immer wieder interessant.
Am Nachmittag gab es noch Kaffee und ein kleines Stück Kuchen. Danach machten wir uns langsam für das Konzert fertig.
Konzertabend in besonderer Kulisse
Der Einlass sollte um 16:30 Uhr beginnen. Wir gingen gegen 17 Uhr los. Vom Parkplatz bis zur Burg waren es gerade einmal drei Minuten zu Fuß – ein klarer Vorteil unseres Stellplatzes.

Auf der großen Wiese vor der Burg erwartete uns zunächst eine lange Schlange. Diese stand leider vollständig in der Sonne. Der Einlass ging dann aber schneller voran als gedacht.
Schon von außen wirkte die Burganlage beeindruckend groß. Im Inneren empfing uns ein weitläufiger Burghof. Dort waren die Bühne und mehrere Stände für Getränke und Essen aufgebaut.

Die historische Burg bot eine passende und ungewöhnliche Kulisse für diesen Konzertabend.


Auch das Publikum gehörte zum Gesamtbild. Viele Besucher hatten sich passend zur schwarzen Szene herausgeputzt. Ein Meer aus Schwarz, überwiegend aus einem etwas älteren Semester. Aber genau das macht die angenehme und vertraute Atmosphäre bei solchen Konzerten aus.
Pünktlich um 18 Uhr begann das Programm. Wir fanden glücklicherweise einen Platz in einem schattigen Bereich.

Eine Sache hatten wir allerdings unterschätzt: Im Burghof gab es keine Sitzgelegenheiten. Über mehrere Stunden zu stehen, wurde mit der Zeit ziemlich anstrengend. Spätestens am Ende des Abends machten sich Beine und Füße deutlich bemerkbar.
Beim nächsten Mal nehmen wir wahrscheinlich einen Rollator mit Getränkehalter mit. Dann hätten wir wenigstens jederzeit einen Sitzplatz dabei.
Project Pitchfork bringt den Burghof zum Beben
Gegen 21:15 Uhr betraten schließlich Project Pitchfork die Bühne. Sofort kam Bewegung in die Menge.

Die Band hatte für den Abend ordentlich aufgefahren. Besonders eindrucksvoll waren die drei Schlagzeuger, die für einen kräftigen und druckvollen Sound sorgten. Im historischen Burghof wirkte die Musik noch einmal ganz anders als in einer gewöhnlichen Konzerthalle.

Zum Abschluss des Konzerts gab es während des letzten Liedes ein kleines Feuerwerk. Ein passendes Ende für einen gelungenen Abend.
Mit schmerzenden Füßen und schweren Beinen machten wir uns anschließend auf den glücklicherweise sehr kurzen Rückweg zum Wohnmobil. Dort hieß es erst einmal: Schuhe ausziehen und hinsetzen.
Gemeinsam mit unseren neuen Bekannten aus Chemnitz ließen wir den Abend bei einem kalten Getränk und viel Gelächter ausklingen.
Frühstück im Schatten
Am nächsten Morgen weckte uns die Sonne, die das Wohnmobil langsam aufheizte. Unser vermeintlich perfekter Schattenplatz war also doch nicht ganz so schattig wie erhofft.
Wir standen deshalb auf und bauten Tisch und Stühle an einer schattigeren Stelle auf. Danach gab es frisch aufgebackene Brötchen und Kaffee mit richtigem Milchschaum.

So lässt sich ein Konzertwochenende angenehm ausklingen.
Nach dem Frühstück machten wir alles wieder abfahrbereit, verabschiedeten uns von den Chemnitzern und traten die Heimreise an.
Unser Fazit
Das Konzert auf Burg Querfurt war für uns ein besonderer Abend. Die Kombination aus historischer Kulisse, guter Musik und der entspannten Atmosphäre im Publikum hat sehr gut funktioniert.
Auch die Anreise mit dem Wohnmobil war die richtige Entscheidung. Wir hatten unser eigenes Bett dabei, mussten nach dem Konzert nicht mehr fahren und konnten den Abend ganz in Ruhe ausklingen lassen.
Ein Wohnmobil ist eben doch eine feine Sache: Man hat sein eigenes kleines Hotel immer dabei.
Jetzt liegen noch zwei Arbeitswochen vor uns. Danach geht es endlich in den Urlaub – und darauf freuen wir uns schon sehr.
Praktische Tipps für einen Konzertbesuch auf Burg Querfurt
- Bei größeren Veranstaltungen möglichst frühzeitig anreisen.
- Die Parkmöglichkeiten direkt an der Burg können gesperrt oder eingeschränkt sein.
- Der Parkplatz am Kreisverkehr liegt nur wenige Gehminuten von der Burg entfernt.
- Auf ausreichend Sonnenschutz und Getränke für die Wartezeit am Einlass achten.
- Bequeme Schuhe tragen, da möglicherweise über mehrere Stunden keine Sitzplätze vorhanden sind.
- Mit dem Wohnmobil ist eine Übernachtung nach dem Konzert besonders praktisch.
- Vor dem Übernachten prüfen, ob das Abstellen beziehungsweise Übernachten auf dem jeweiligen Parkplatz erlaubt oder für die Veranstaltung geduldet ist.

Schreibe einen Kommentar